Angenommen, die Annapolis-Initiative der amerikanischen Regierung zur Befriedung des Nahen Ostens führte zum Ziel. Und ferner angenommen, die Palästinenser brächten ihr Haus in Ordnung - was dann? Wenn im Nahen Osten Koexistenz statt Konfrontation zum Leitmotiv würde, wüchse der Europäischen Union in dieser Region jedenfalls eine Schlüsselrolle zu.
Die Entwicklungsmöglichkeiten nach einem Friedensschluss im Nahen Osten thematisierte das Symposium "Beyond Peace: Israel, the Mashreq, and Europe - Prospects for Cooperation". Die ZEIT-Stiftung hatte dazu vom 14. bis 15. Januar 2008 in Hamburg rund 80 Experten aus Politik, Wirtschaft und den Zivilgesellschaften Ägyptens, Deutschlands, Frankreichs, Israels, Jordaniens, des Libanon, der Palästinensergebiete, aus der Türkei sowie der EU und den USA eingeladen. Unter den Rednern waren der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer, der Historiker Fritz Stern, Sari Nusseibeh, Präsident der al-Quds-Universität Jerusalem und einer der Architekten des israelisch-palästinensischen Teilungsplanes, Dominique Moïsi von der Pariser Denkfabrik Institut Française de Relations Internationales sowie Shlomo Avineri (Hebrew University Jerusalem), Ron Pundak (Peres Center for Peace, Tel Aviv), Riad al Khouri (Middle East Business Associates, Amman), der türkische Kolumnist Cengiz Çandar, Majid Al-Haj und Fania Oz-Salzberger (beide Universität Haifa) sowie Abdel Monem Said Aly vom Al-Ahram Center für politische und strategische Studien in Kairo. Ansprechpartnerin